Dr. Franz-Josef Schraad

Praxis für umfassende Zahnheilkunde

0511 / 74 88 48

FAQ - Fragen und Antworten

Es ist uns ein Anliegen, Sie stets umfassend zu informieren. Daher haben wir im Folgenden häufig gestellte Fragen für sie beantwortet. Sollten dennoch weitere Fragen offen bleiben, freuen wir uns darauf, Ihnen diese zu beantworten.

Ist Amalgam schädlich?
Aktuell kann diese Frage selbst durch die Wissenschaft nicht mit endgültiger Sicherheit beantwortet werden. Wir verwenden kein Amalgam mehr. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass sich Amalgam mit der Zeit ausdehnt und es damit zu starken Spannungen im Zahn kommt.
Dies führt häufig zu einer Rissbildung in der Zahnsubstanz und damit zu einem Bakterieneintritt in den Zahn und damit zu einer Kariesbildung, die man nicht verhindern kann.
Sind Kunststofffüllungen haltbar?
Lange galten Kunststofffüllungen als problematisch, da sie beim Aushärten schrumpfen, was zu Spaltbildungen und damit undichten Füllungen führt.
Dies führt zu Spaltbildungen und damit undichten Füllungen.
Heute ist es möglich mit Verwendung entsprechender Techniken und Materialien dies zu verhindern. So sind Kunststofffüllungen sehr dauerhaft.
Sollte lieber eine Hand- oder eine elektrische Zahnbürste verwendet werden?
Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Moderne elektrische Zahnbürsten ermöglichen eine gründliche Reinigung und sind somit generell empfehlenswert. Aber auch mit den Handzahnbürsten ist bei geschickter Handhabung ein sehr gutes Putzergebnis möglich.
Die Handhabung von elektrischer und Hand-Zahnbürste unterscheidet sich grundlegend.
Eine Beratung ist notwendig. Fragen Sie also gerne unsere Prophylaxeassistentinnen.
Egal, ob Sie elektrisch oder per Hand die Zähne reinigen, die Zahnzwischenräume müssen mittels zusätzlicher Hilfsmittel gereinigt werden.
Wann sollten Kinder mit der Zahnreinigung beginnen?
Die Zahnpflege beim Kind beginnt mit dem Durchbruch des ersten Zahnes. Zunächst wird sie von den Eltern ohne Zahnpasta durchgeführt. Für jedes Alter, bzw. für jedes Stadium der Gebissentwicklung gibt es geeignete und kindgerechte Zahnbürsten.
Reicht die Zahnbürste als Pflegemittel alleine aus?
Auch wenn Zahnbürsten die Oberflächen der Zähne sehr gut reinigen, können sie doch die Zahnzwischenräume nicht vollständig reinigen. Diese gefährdeten Bereiche müssen daher mit geeigneten Hilfsmitteln (Interdentalbürsten, Zahnseide etc.) zusätzlich gereinigt werden.
Welche Zahnbürste sollte man verwenden?
Eine zweckmäßige Zahnbürste zeichnet sich durch einen kurzen, kompakten Bürstenkopf, ein dichtes Borstenfeld mit abgerundeten Borsten und einen ergonomischen, rutschfreien Handgriff aus. Sie sollte dem Alter und der individuellen Gebissentwicklung entsprechen.

In unserer Praxis halten wir eine entsprechende Auswahl für Sie bereit.
Wir beraten Sie gern!
Welche Zahnpasta sollte man verwenden?
Nahezu jede derzeit angebotene Zahnpasta enthält u.a. das für die Zahnhärtung notwendige Fluorid. Dieses wird in verschiedenen Zusammensetzungen verwandt, am effektivsten sind Aminfluoride.
Für Kinder gibt es Zahnpasta mit entsprechendem reduziertem Fluoridgehalt.

Von speziellen „Raucherzahncremes“ oder „Weißmacherzahnpasten“ ist abzuraten, da diese ihren Effekt über grobe Putzkörper erreichen, die den Zahnschmelz aufrauhen, ihn matt werden lassen und bei falscher Putztechnik zusätzliche Substanzdefekte verursachen.

Wichtiger als die Marke der Zahnpasta ist eine effektive Putztechnik.
Sind Mundduschen sinnvoll?
Mit Hilfe der Mundduschen lassen sich nur lose Rückstände entfernen, jedoch nicht der gefährliche Zahnbelag. Es wird damit eine Sauberkeit vorgetäuscht.

Mundduschen haben daher nur einen geringen Effekt.
Wann und wie oft sollte man sich die Zähne reinigen?
Die Zähne müssen täglich morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Zubettgehen gründlich gereinigt werden. Dabei dauert die durchschnittliche Putzzeit mindestens 3 Minuten. Das Putzen sollte allerdings frühestens 30 Minuten nach der letzten Nahrungsaufnahme erfolgen, da das Mundmillieu nach dem Essen sehr sauer ist und die Säuren erst abgepuffert sein sollten.

Patienten mit hohem Parodontitis- oder Kariesrisiko oder aufwendigem Zahnersatz bzw. Implantaten sollten die Zähne nach jeder Hauptmahlzeit pflegen. Dazu beraten wir Sie gern.

Generell ist nicht allein die Häufigkeit, sondern vielmehr die Gründlichkeit der Zahnpflege, also die Reinigung aller Zahnflächen entscheidend!
Sind Mundspülungen nützlich?
Antibakterielle Mundspülungen zusätzlich angewendet senken das Karies- und Parodontitisrisiko.
Fluoridhaltige Spülungen härten außerdem den Zahnschmelz und können bei empfindlichen Zähnen hilfreich sein.
Können Kopfschmerzen von den Zähnen verursacht werden?
Kopfschmerzen können verschiedenste Ursachen haben. Ein möglicher Auslöser für Kopfschmerzen ist das Knirschen oder Pressen mit den Zähnen. Dies geschieht vorwiegend nachts im Schlaf und ist somit eine unterbewusste Handlung, die wir selbst weder merken noch steuern können.
Ursache für das Knirschen oder Pressen ist Stress, den wir so versuchen zu verarbeiten.

Falsch gestaltete Kauflächen von Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen) und Zahnfehlstellungen können weitere Auslöser sein und müssen behandelt werden.
Was bedeutet es, wenn es beim Öffnen des Mundes oder beim Kauen knackt?
Knackgeräusche oder Reibegeräusche im Kiefergelenk sind die Folge von Strukturveränderungen bedingt durch starken Druck auf die Gewebe des Kiefergelenkes. Da längerfristig bestehende Veränderungen nicht wieder korrigiert werden können, muss bei entsprechenden Anzeichen frühzeitig eine entsprechende Diagnose gestellt und eine Therapie eingeleitet werden.
Sind Kieferprobleme Ursache von oder Symptome für Probleme im Köurper?
Bei einer ganzheitlichen Betrachtung des menschlichen Körpers zeigt sich, dass verschiedene Systeme ineinander greifen und einander beeinflussen. So besteht eine rhythmische Bewegung der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit und gleichzeitig eine rhythmische Bewegung der Schädelknochen gegeneinander.
Kommt es bedingt durch etwa starkes Knirschen und Pressen zu sehr viel Druck auf die Schädelknochen, so wird dieser Rhythmus gestört. Dadurch kann es zu Problemen im gesamten Bereich der Wirbelsäule kommen, die sich wiederum in anderen Bereichen oder Systemen des Körpers manifestieren können. Andersherum können Probleme der Wirbelsäule zu Problemen im Kiefergelenk führen.

Hier gilt es also mittels einer detaillierten Diagnostik die Ursache der Symptome zu ermitteln.
Gibt es bei Entzündungen der Zähne oder des Zahnfleisches Auswirkungen auf den Körper?
Der Körper bildet ein komplexes System, in dem sich Probleme in einzelnen Bereichen stark auf andere Teile des Körpers auswirken können.
Da die Entzündungen im Mundbereich zumeist bakterieller Art sind, kommt es immer zu einer vermehrten Ausschwemmung der Bakterien in den Gesamtkörper.
Von den Bakterien, die für die „Parodontose“ verantwortlich sind, wissen wir, dass sie sich vermehrt im Herzmuskel festsetzen und dort zu einer Entzündung führen.

So ist eine Sanierung von Zähnen und Zahnfleisch auch immer eine Therapie zum Wohle des gesamten Körpers.
Warum können Zähne nach Entfernung des Nerven noch Schmerzen bereiten?
st eine Entfernung des Zahnnervens und damit eine Wurzelkanalbehandlung notwendig, hat sich eine Entzündung auf den Kieferknochen übertragen. Dieser infizierte Knochenbereich verursacht dann Schmerzen, z.B. bei Druck auf den Zahn.

© 2015 Dr. Franz-Josef Schraad